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Töpfe

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Das kleine Topf-Einmaleins

Um tolle Gerichte in der Küche zaubern zu können, wird die richtige Ausstattung benötigt. Dazu zählen natürlich auch hochwertige Kochtöpfe, die für das heimische Kochfeld perfekt geeignet sind. Doch auf was ist beim Kauf der richtigen Kochtöpfe zu achten, was bedeutet 18/8 und was sind die besten Materialien für den optimalen Topf? Unser kleines Topf-Einmaleins und unsere Aufzählung mit den am häufigsten genutzten Töpfen gibt Ihnen eine Übersicht mit nützlichen Tipps.

Inhaltsverzeichnis

1. Der perfekte Kochtopf

Der richtige Kochtopf sollte im kalten Zustand einen leicht nach Innen gebogenen Boden haben, da sich das Material beim Erhitzen ausdehnt und sich so ideal an die Herdplatte anpasst. Um sich beim Kochen nicht zu verbrennen ist bei den Griffen zu beachten, dass sie aus keinem wärmeleitenden Material bestehen und somit beim Kochen nicht heiß werden. Beim Kauf von Töpfen ist auf der Verpackung nachzulesen, ob die Griffe aus einem hitzebeständigen Material bestehen, um diese auch im Backofen nutzen zu können. Griffe aus Edelstahl beispielsweise sind gewöhnlich backofenfest. Der Deckel sollte optimal den Topf verschließen, da so Energie eingespart wird und sich die Kochzeit verkürzt. Am besten schließen Deckel mit einem hohen Eigengewicht oder Steckdeckel, bei denen der Rand in das Innere des Topfes hineinragt. 

2. Welche Töpfe eignen sich für welches Kochfeld?

Die meisten Töpfe können auf jedem Kochfeld benutzt werden, egal ob es sich dabei um ein Elektro-, Glaskeramik- oder Gaskochfeld handelt. Vorsicht ist jedoch beim Kauf von Töpfen für einen Induktionsherd geboten, da hier spezielle Töpfe benötigt werden, die magnetisch sind. Achten Sie beim Kauf auf diese Herdsymbole auf der Verpackung, um die passenden Töpfe für Ihren Herd zu finden.

Was ist ein Sandwichboden?

Edelstahltöpfe können Wärme nicht optimal leiten. Daher wird der Topfboden aus mehreren Schichten aufgebaut, weshalb er seinen Namen Sandwichboden erhält. Meistens werden Edelstahltöpfe mit dicken Böden gefertigt, deren Kern aus einer 3 bis 7 mm starken Schicht aus Kupfer oder Aluminium besteht, da diese Materialien eine bessere Wärmeleitfähigkeit besitzen. Kupfer ist dabei der bessere Wärmeleiter, ist aber im Vergleich zu Aluminium teurer, weshalb meistens Aluminium zum Einsatz kommt. 

Was bedeutet 18/10 und 18/8?

Bei Töpfen aus Edelstahl ist oftmals die Bezeichnung 18/10 oder 18/8 vermerkt. Dabei geben die Zahlen den Chrom- und Nickel-Anteil an, der im Edelstahl verwendet wird. Die 18 steht für einen Bestandteil von 18% Chrom, die 10 bzw. 8 bedeuten 10% bzw. 8% Nickelanteil. Ob 18/10 oder 18/8, beide Edelstahltöpfe sind absolut lebensmittelgeeignet. Sie sind rostfrei, säurebeständig, spülmaschinengeeignet und geschmacksneutral. 

3. Welche unterschiedlichen Topfarten gibt es?

Kochtöpfe lassen sich grob in drei Arten unterteilen:

Daneben gibt es noch zahlreiche Spezialtöpfe und praktische Topfsets.

Fleischtopf als Universaltopf

Umgangssprachlich wird der Fleischtopf als Kochtopf bezeichnet. Fleischtopf ist die Fachbezeichnung für einen mittelhohen Kochtopf, bei dem die Höhe ungefähr 2/3 des Durchmessers vom Topf entspricht. Fleischtöpfe gibt es in verschiedenen Größen – der Durchmesser beträgt 16 cm, 20 cm oder 24 cm. Auch wenn der Name des Topfes darauf schließen lässt, dass darin nur Fleischgerichte zubereitet werden, handelt es sich um einen Universaltopf. Dieser eignet sich perfekt für alle Gerichte, die mit viel Flüssigkeit gekocht werden müssen wie beispielsweise Nudeln, Reis oder Gemüse.

Topfarten im Überblick:

Topfart Eigenschaften Geeignet für

Bratentöpfe

Knuspriges Anbraten

Breiter Schüttrand für tropffreies Ausgießen

Fleisch

Dünster

Erhalt der Aromen im Kochgut

Kalorienarme Zubereitung

Gemüse, Kartoffeln, Fisch, Fleisch

Fleischtöpfe

Gute Wärmeleitfähigkeit

Energiesparendes Kochen

Fleisch, Reis, Kartoffeln, Nudeln, kleineres Gemüse, Suppen, Soßen, Fonds

Schnellkochtöpfe

Energie- und Zeitersparnis

Schonende Zubereitung

Suppen, Eintöpfe, Brate, Fisch

Spaghettitöpfe

Verhindert das Überkochen durch besonders hohen Rand

Leichtes Ausschütten durch integrierten Siebeinsatz

Spaghetti, allgemein Nudeln, Spargel, Gemüse, Suppen, Eintöpfe

Spargeltöpfe

Schonendes Garen durch Wasserdampf

Leichtes Ausschütten durch integrierten Siebeinsatz

Spargel, Spaghetti, Kartoffeln, Brokkoli, allgemein Gemüse

Stielkasserolen

Praktische Zubereitung von kleineren Gerichten

Stiel zum Schwenken

Suppen, Milch, Soßen, Fonds, Pudding, Erwärmen von Speisen

Suppentöpfe

Großes Topfvolumen

Zubereitung größerer Mengen von 10-20L

Suppen, Eintöpfe, Gemüse, Kartoffeln, Nudeln, Obst einkochen

4. Topf-Materialien

Edelstahl 

Die meisten Töpfe werden heutzutage aus Edelstahl gefertigt und auch gekauft – rund  80% der Töpfe auf dem Markt bestehen aus diesem Material. Edelstahl ist rostfrei, leicht zu reinigen und robust, wodurch es seine lange Haltbarkeit erlangt. Edelstahl überzeugt zudem durch einen hohen Wärmespeicher, da es schlecht die Wärme leitet und diese somit im Topfinneren bleibt. Dennoch wird durch den eingebauten Sandwichboden die Hitze der Herdplatte schnell weitergeleitet und die Energie optimal genutzt. Der eingebaute Sandwichboden führt zu einem erhöhten Gewicht, das als Nachteil bei Edelstahltöpfen zu sehen ist. Außerdem eignet sich Edelstahl im Gegenteil zu anderen Topf-Materialien weniger gut zum scharfen Anbraten.

Aluminium 

Töpfe aus Aluminiumguss zeichnen sich durch ihre Leichtigkeit aus und haben den Vorteil, dass sie durch ihre Antihaftbeschichtung ein Kochen ohne Anbrennen ermöglichen. Außerdem überzeugt das Material dadurch, dass die Zubereitung besonders frischer Zutaten schonend erfolgen kann. Da Aluminium ein guter Wärmeleiter ist, gelangt die Wärme schnell ins Topfinnere, jedoch ist von Nachteil, dass diese ohne ständige Hitzezufuhr nicht lange erhalten bleibt. Als weiterer Nachteil ist zu nennen, dass die Beschichtung sehr kratzempfindlich ist.

Emaille 

Ein in Deutschland eher unbekanntes Material stellt die Stahlemaille dar. Da Stahl nicht rostfrei ist, wird er mit Schmelzglas – der sogenannten Emaille ­ – überzogen. Diese Schicht ist sehr stabil und kratzfest und verhindert zudem, dass das Kochgut mit dem Stahl in Berührung kommt. Besonders für Personen mit Metallallergien ist diese Eigenschaft ein großer Pluspunkt. Beim Kochen in Emaille Töpfen bleiben der natürliche Geschmack und die Aromen der Speisen erhalten. Da die Töpfe nur mit Emaille überzogen sind und das Material stoßempfindlich ist kann es mit der Zeit passieren, dass die Emaille vom Topf absplittert. Der Topf sollte dann nicht mehr genutzt werden, da der Stahl dann beim Kochen nicht mehr geschützt wird und sich Rost bilden kann, der das Essen verdirbt.   

Gusseisen

Gusseisen ist ein Klassiker unter den Töpfen und bekannt für seine Robustheit. Da Töpfe aus Gusseisen sehr dick sind, kann die Wärme optimal gespeichert werden. Da die Wärme besonders auch über die Topfwand und den Deckel gleitet wird, kann sich die Wärme gleichmäßig im Gargut verteilen und sorgt dadurch für eine schonende Garung. Die Zubereitung in einem unbeschichteten Gusseisen Topf trägt zu einer gesunden Ernährung bei, da die Speisen bei der Zubereitung mit natürlichem Eisen angereichert werden. Als Nachteil ist zu nennen, dass die Oberfläche sehr rau und rostanfällig. Zudem ist Gusseisen vom Gewicht her sehr schwer. Die Reinigung von den Töpfen ist mühsam, vor allem da das Material nicht spülmaschinengeeignet ist.

Tipp: Um das Material des Topfes zu schonen, geben Sie das Salz erst in das Wasser, wenn es kocht.